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Interkulturelles Beratungs-
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ZEBRA: Ein verlässlicher und stabiler Anker für Migrant*innen!

Ein Jahr Pandemie hat nicht nur Österreich, sondern die ganze Welt vor neue Fragen und Hürden gestellt. Viele Menschen haben mit den Folgen zu kämpfen: Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit, Schulden oder auch Einsamkeit. Menschen mit Migrationsbiographien sind in krisenhaften Situationen oft von multiplen Problemlagen betroffen. Dabei sind Planbarkeit und Verlässlichkeit als stabilisierende Faktoren in einem unsicheren Leben zentral. Mit dem vorliegenden Jahresbericht 2020 blicken wir nochmals zurück und zeigen, dass ZEBRA für eine Gruppe, die am gesellschaftlichen Rand angesiedelt ist, ein verlässlicher und stabiler Anker in unsicheren Zeiten ist - steiermarkweit!

Flexibilität, Innovation und Tempo

ZEBRA stellte mit 16. März 2020 die gesamte Angebotspalette auf Telefon- und Emailberatung um. Somit wurde sichergestellt, dass die ZEBRA-Mitarbeiter*innen immer erreichbar waren. Ebenfalls mit Lockdown-Beginn wurde ein leicht zugängliches Angebot für Menschen, die mit großer Sorgen, Angst und Unsicherheit diese erste Zeit erlebt haben, entwickelt. Die ZEBRA-Sorgenhotline mit Dolmetsch wurde von ZEBRA-Psychotherapeut*innen betreut und konnte kostenfrei kontaktiert werden. „In diesen ersten Wochen des Lockdowns betreuten wir viele Menschen. Durch die Möglichkeit die Sorgen und Nöte in der Erstsprache zum Ausdruck zu bringen, führte zu einer ersten Entlastung. Gemeinsam mit der Psychotherapeutin wurden dann Handlungsoptionen für die nächsten Tage ausgelotet. Dadurch wurden die Personen durch das Gespräch gestärkt.“, betont ZEBRA-Geschäftsführerin Alexandra Köck.

Die richtige Information verständlich zur richtigen Zeit ist ein zentraler Schlüssel, wenn es darum geht, eine Krise zu überwinden. ZEBRA hat ab der ersten Verordnung zu den Covid19-Ausgangsbeschränkungen Informationsblätter in einfacher deutschen Sprache zusammengestellt und diese dann in acht Sprachen übersetzt. Damit wurden Behörden, Gemeinden, Institutionen und Organisationen sowie die ZEBRA-Zielgruppen mit gut aufbereiteten Informationen versorgt. Insgesamt wurden 2020 84 Informationsblätter zu den Verordnungen erstellt.

Bereits ab Juni 2020 öffnete ZEBRA wieder die Türen zur Beratung und Therapie. Seit dieser Zeit konnten alle Angebote auch im persönlichen Kontakt unter Einhaltung aller vorgegebenen Schutzmaßnahmen angeboten werden. So wurden über 4.100 Klient*innen von ZEBRA unterstützt. ZEBRA-Geschäftsführerin Alexandra Köck: „Im Herbst des letzten Jahres konnten wir bei den Erstkontakten einen deutlichen Anstieg - in manchen Bereichen um bis zu 20 % - verzeichnen. Das spiegelt ganz deutlich die unsichere Lage für Menschen mit Migrationsbiographien wider.“

Die Pandemie als Chance!?

Viele Lücken und Schwachstellen deckte die Pandemie auf. Aber sie zeigte auch, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt ist. „Nutzen wir die Chance, die uns durch das Lernen in der pandemischen Zeit geboten wird und arbeiten wir an einem vielfältigen Wir. Achten wir stärker auf Stärken und Ressourcen von Menschen mit internationaler Geschichte. Diese sind ein wertvoller Beitrag im Zusammenleben. Es braucht daher gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten in allen Lebensbereichen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. ZEBRA setzt sich auch zukünftig für die Anliegen von Migrat*innen ein: durch Angebote und durch Lobbyarbeit.“, so Alexandra Köck abschließend.

Link: ZEBRA Jahresbericht 2020

ZEBRA - Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum
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8020 Graz

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Fax: 0316/83 56 30 -50
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