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Weltflüchtlingstag 2018: Offene Haltungen und Solidarität wichtiger denn je!

Unfreiwillige Migration - also Flucht - ist etwas, das sich niemand aussucht. Gezwungen das vertraute Umfeld und das soziale Netzwerk zu verlassen, ist schwer vorstellbar, wenn man im sicheren Österreich lebt. Derzeit sind laut UNHCR 65,5 Mio. Menschen auf der Flucht. Sie müssen aufgrund von Verfolgung und Krieg ihre Heimat verlassen. Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni bietet Anlass, sich dieser Thematik in der gebotenen Aufmerksamkeit zu widmen.

Flüchtlingshilfe muss differenziert betrachtet werden.

Die Hilfe in den Krisengebieten unterscheidet sich deutlich zur Hilfe für geflüchtete Menschen in Österreich. Während in den Krisengebieten die Erstversorgung passiert, muss in Österreich ein anderer Hilfsansatz verfolgt werden.

Schaffen von Rahmenbedingungen, die einen „normalen Alltag“ ermöglichen.

Das Gefühl der Normalität ist für geflüchtete Menschen zentral. Flüchtlinge müssen daher in Österreich die Chance bekommen, ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können. Dazu zählen die Möglichkeit des Schulbesuchs, eine eigene Unterkunft, die Privatsphäre gewährleistet und die Möglichkeit auf Arbeit.

Es braucht klare Rahmenbedingungen für Menschen, die aufgrund von Flucht nach Österreich kommen. Nur mit integrativen Maßnahmen ab dem ersten Tag haben geflüchtete Menschen die Chance, sich ein neues Leben aufzubauen.

ZEBRA-Geschäftsführerin Alexandra Köck verweist hier vor allem auf Notwendigkeiten wie Spracherwerb, eine bessere Eingliederung in das Bildungssystem oder den Arbeitsmarkt und ein faires und zügiges Asylverfahren. „Natürlich braucht es aber auch die sozialen Kontakte mit der Bevölkerung. Es liegt auf der Hand, dass ein interkulturelles Zusammenleben nur dann gelingen kann, wenn die Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Nur so können neue Beziehungen sowie ein neues, soziales Netzwerk aufgebaut werden.“, so Alexandra Köck.

Offene Haltung und Wissen helfen gegen irrationale Ängste.

Durch das Auseinanderdividieren unter dem Deckmantel der Leistungswilligkeit werden die irrationale Ängste innerhalb der Gesellschaft weiter genährt. Mit dem Blick auf die Menschenrechte lassen sich die derzeitigen Entwicklungen in Österreich, aber auch auf Europaebene nicht in Einklang bringen.

Damit irrationale Ängste und Vorurteile abgebaut werden, braucht es Wissen, Information und Verständnis. Öffnungsprozesse auf allen gesellschaftlichen Ebenen, die durch den Diversitätsgedanken geleitet sind, tragen ebenso zum Abbau von Ressentiments bei.

Nur mit einer offenen, solidarischen Haltung auf Augenhöhe kann einerseits Hilfe für geflüchtete Menschen sinnvoll geleistet werden und andererseits zukünftig interkulturelles Zusammenleben gelingen. Das ist nicht nur die Aufgabe der Menschen und Institutionen, sondern auch die der Wirtschaft und der Politik, so ZEBRA-Geschäftsführerin Alexandra Köck abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.ª Alexandra Köck
Tel.:+43 (0)316/835630
alexandra.koeck@zebra.or.at

ZEBRA - Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum
Granatengasse 4/3. Stock
8020 Graz

Tel.: 0316/83 56 30
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