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PA: ZUSAMMENBRINGEN! Trotz Covid19-Pandemie viel erreicht

Die Auswirkungen des demographischen Wandels werden vor allem in ländlichen Bereich immer deutlicher spürbar. In den steirischen Regionen sind viele Gemeinden von Abwanderung betroffen. Da diese nur in einem bestimmten Ausmaß durch Zuzug ausgeglichen werden kann, muss sich der ländliche Raum gezielt mit Überalterung auseinandersetzen. Durch innovative und gezielte Regionalentwicklung kann diesen Herausforderungen begegnet werden. So gilt es für unterschiedliche Zielgruppen passgenaue Angebote zu entwickeln, die nachhaltig in den Gemeinden verankert werden und zu einer guten Lebensqualität beitragen.

ZEBRA begleitet seit vielen Jahren steirische Gemeinden im Kontext eines gelingenden vielfältigen Zusammenlebens. Die Kennzeichen des demographischen Wandels mit denen Gemeinden sich konfrontiert sehen, veranlasste ZEBRA eines neuen Angebots zu konzipieren: ZUSAMMENBRINGEN! Gefördert wurde das Angebot durch das Land Steiermark.

ZUSAMMENBRINGEN! setzte mit verschiedenen Schwerpunkten auf mehreren Ebenen an. „Den älteren Menschen Zugänge zu vorhanden Angeboten ermöglichen, sie für Neues zu begeistern und gleichzeitig dem gesellschaftlichen Diskurs rund um das „Altern“ eine positive Perspektive zu geben und somit einen Beitrag für ein vielfältiges Miteinander zu leisten: Das sind zusammengefasst die wesentlichen Merkmale von ZUSAMMENBRINGEN!. Gerade die COVID19-Pandemie zeigte, wie wichtig dieses Angebot war, stellte es doch eine gesellschaftliche Gruppe in den Mittelpunkt, die als besonders vulnerabel gilt,“ so ZEBRA-Geschäftsführerin Alexandra Köck.

Die Projektpartnerstadt Knittelfeld setzt seit vielen Jahren verschiedene Angebote an die Zielgruppe der älteren Bevölkerung. Bürgermeister Harald Bergmann: „So viele wie möglich sollen an dem gelingenden Miteinander mitwirken können. Durch die postalische SeniorInnenbefragung haben wir die Knittelfelder Bevölkerung über 60 eingeladen, Anregungen und Wünsche an uns als Gemeinde heranzutragen. Ich bin stolz, dass knapp 400 dieser Einladung gefolgt sind. In den kommenden Jahren arbeiten wir kontinuierlich an der Umsetzung der Anliegen und Ideen.“ In Kürze wird es dafür nun auch eine eigene Anlaufstelle für SeniorInnen im Rathaus geben. Durch den Fachtag „ZUSAMMENBRINGEN! - Altern in Vielfalt“ wurden die verschiedenen Blickwinkel mit einem breiten Fachpublikum betrachtet. Durch die Veranstaltung wurde das vorurteilbehaftete Bild des alternden Menschen aufgebrochen. In den Online-Arbeitsgruppen wurden die Impulse weiter vertieft. Die Ideen und Anregungen daraus wurden dann in ein Arbeitspapier zusammengefasst und stehen nun auch zur Umsetzung bereit.

Trotz der Covid19-Pandemie konnten zahlreiche Gespräche mit älteren Menschen und mit Organisationen zu einer Sensibilisierung zum Thema „Altern in einer vielfältigen Gesellschaft“ beitragen. In der begleitenden Planungsgruppe wurden Aktivitäten aufgegriffen und weiterentwickelt. Vor allem die Bündelung der bereits vorhandenen Angebote in Knittelfeld stand im Mittelpunkt.

Die Stadt Leibnitz, als Partnerstadt, setzt sich seit 2015 stetig mit den Herausforderungen einer wachsenden Stadt auseinander. „Als Bürgermeister ist es mir wichtig, die richtigen Angebote für die Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln. Gerade auch für ältere Menschen kann nicht genug getan werden. Das hat uns auch die Pandemie gezeigt. Die guten Ergebnisse aus ZUSAMMENBRINGEN! können für die Stadt Leibnitz attraktive Impulse setzen und so Generationen miteinander in Kontakt bringen“, betont Bürgermeister Helmut Leitenberger. ZUSAMMENBRINGEN!-Koordinatorin Martina Frei entwickelte mit den älteren Menschen vor Ort den 60+-Treff. Trotz der Pandemiezeit etablierte sich dieses Format für viele ältere LeibnitzerInnen als wöchentlicher Austauschplatz. So konnten im Laufe des Jahres insgesamt knapp 300 TeilnehmerInnen begrüßt werden. Durch den gemeinsam mit der Stadt Leibnitz durchgeführten Fachtag „ZUSAMMENBRINGEN! - Demographische Entwicklungen vor Ort und ein neues Miteinander“ wurden die verschiedenen Blickwinkel mit einem breiten Fachpublikum betrachtet. So konnten neue Impulse für unterschiedliche Bereiche, wie Wirtschaft, Bildung und Stadtentwicklung, mitgenommen werden.

Trotz der Covid19-Pandemie konnten zahlreiche Gespräche mit älteren Menschen und mit Organisationen zu einer Sensibilisierung zum Thema „Altern in einer vielfältigen Gesellschaft“ beitragen. In der begleitenden Planungsgruppe wurden Aktivitäten aufgegriffen und weiterentwickelt. Durch Angebote wie das Tratsch-Telefon und die Beteiligungsserie in einer Regionalzeitung wurde der Kontakt zur älteren Zielgruppe über die vielen Lockdown-Wochen gut gehalten.

Einen wichtigen Meilenstein für einen einfachen Zugang zu den verschiedensten sozialen Angeboten der Stadt Leibnitz soll in naher Zukunft auch die Eröffnung einer niederschwelligen Informationsstelle in der Stadt leisten. Damit bündelt die Stadt Leibnitz die Ergebnisse aus „Leibnitz 2030“, „Gemeinsam stark für Kinder“, „ZUSAMMENBRINGEN“ und „Ortsmitte“ und sichert damit einen nachhaltigen Mehrwert für Jung und Alt.

Mit Blick auf den Projektzeitraum zeigt sich, wie wichtig ein ganzheitliches Angebot ist. Das Thema „Altern in einer vielfältigen Gesellschaft“ muss auf unterschiedlichen Ebene bearbeitet und begleitet werden. Im Austauschtreffen der Bürgermeister der beiden Partnerstädte Leibnitz und Knittelfeld wurde nochmals betont, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse auch künftig Eingang in die stadtplanerische Entwicklung haben werden. ZEBRA arbeitet derzeit bereits an einer Weiterentwicklung des Angebots mit dem Schwerpunkt Resilienzstärkung.
 


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