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Interkulturelles Beratungs-
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Forschungsbericht De-Konstruktion von Differenz in der Sozialen Arbeit

Von Jänner 2018 bis Februar 2020 nahm ZEBRA als Kooperationspartner an einem Forschungsprojekt der FH JOANNEUM Graz zum Thema De-Konstruktion von Differenz in der Sozialen Arbeit teil.

In der Sozialen Arbeit ist der Umgang mit Differenz und Vielfalt von besonderer Bedeutung, denn Adressat*innen der Sozialen Arbeit sind vielfältig. Menschen haben unterschiedliche Einstellungen und praktikzieren verschiedene Lebensweisen und kulturelle Traditionen, haben diverse Wertvorstellungen, unterschiedliche geistige Fähigkeiten und körperliche Einschränkungen, Aussehen und Zugehörigkeiten, sprechen verschiedene Sprachen, haben eine Migrationsgeschichte, ein bestimmtes Alter, Gender u.a.m. Der Umgang mit dieser Differenz und Andersheit gehört also zu den grundlegenden Aufgaben in der Sozialen Arbeit.

Im Zentrum des zweijährigen Forschungsprojektes stand die Analyse der Herstellung von Differenzsetzungen bzw. der Praktiken zur Dekonstruktion von Differenz im Berufsfeld der Sozialen Arbeit. Als Referenzfolie dienen gesellschaftlich exponierte Differenzkategorien; vor allem in der Intersektion Migration, Geschlecht, Klasse, Behinderung in drei ausgewählten Einrichtungen bzw. Institutionen der Sozialen Arbeit. Diese Auswahl an Differenzdimensionen ist vor allem auch dem Sachverhalt geschuldet, dass sich klassische Arbeitsfelder und Konzepte der Sozialen Arbeit gerade entlang dieser Dimensionen entwickelt, etabliert und verfestigt haben. Im Kerngeschäft der Sozialen Arbeit – dem Kontakt, der Begegnung und dem Dialog – existieren gesellschaftlich wirkmächtige Kategorisierungs- und Einordnungsprozesse, die es gilt, zu erforschen mit dem Ziel der Dekonstruktion.

ZEBRA formulierte als Teil des Forschungsberichtes im Kapitel Weiterbildungskonzept und Qualitätsentwicklung für eine differenzsensible Soziale Arbeit ausgewählte handlungsleitende Konzepte, reflexionsorientierte Ansätze, konkrete Methoden für die Weiterbildung und Instrumentarien im Sinne einer Organisationsentwicklung.

Das Projekt wurde durchgeführt von:

FH JOANNEUM Gesellschaft mbH, Projektleitung: Anna Riegler, Projektmitarbeit Helga Moser – beide Studiengang Soziale Arbeit und in Kooperation mit dem Studiengang Management internationaler Geschäftsprozesse – Doris Kiendl, Ruppert Beinhauer,

  • in Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Empirische Lernweltforschung und Hochschuldidaktik – Regina Mikula und Brigitte Kukovetz,
  • in Kooperation mit Zebra – Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum – Alexandra Köck und Robert Konrad,
  • in Kooperation mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft – Regionalbüro Steiermark – Elke Lujansky-Lammer,
  • in Kooperation mit der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung des Landes Steiermark – Siegfried Suppan,

Gefördert vom Land Steiermark, Abteilung Wissenschaft und Forschung.

 

ZEBRA - Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum
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8020 Graz

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